10 Tipps um effektiv Heizkosten einzusparen

10 Tipps um Heizkosten zu sparen10 Tipps um Heizkosten zu sparen

Wer im Winter nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause zu kommt und von wohliger Wärme empfangen wird, kann sich glücklich schätzen. Wer kennt nicht das Gefühl, sich in der warmen Stube wie am schönsten Ort der Welt fühlen? Dem durchschnittlichen Arbeitnehmer stehen in diesem Fall am Jahresende jedoch oft die Haare zu Berge, wenn dann als Quittung für diesen Lebensstil die Rechnung vom Versorger eintrifft. Hier kommt man oft ins Grübeln, ob man nicht irgendwo etwas einsparen kann oder ob man wirklich so viel Energie verbraucht hat, wie auf dem Papier steht. Die Zweifel bleiben, dass man vielleicht nicht die erzeugte Wärme nicht ganz ausgenutzt hat.

Im Durchschnitt werden lt. Umweltbundesamt in Deutschland mehr als zwei Drittel (67,6%) des Endenergieverbrauchs dazu genutzt, um Räume zu heizen. 15,9 % fallen auf die Warmwasser-Aufbereitung. Etwa 3,3 % des Verbrauchs gehen auf Informations- und Kommunikationstechnik und 3,3% für die Beleuchtung von Wohnung bzw. Haus.

Es ist ein Prozentsatz, der hoch genug ist, dass man sich Gedanken macht, wie es möglich ist zu sparen und doch gleichzeitig maximalen Komfort zu genießen. Das Ändern ein paar alter Gewohnheiten ist notwendig, um den Verbrauch der Heizungen und Endgeräte in Ihrem Haus zu senken. Das hat nicht nur einen Effekt auf den eigenen Geldbeutel, sondern schont auch Ressourcen und schont die Umwelt.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen zehn Tipps und passende Produkte vor, um Heizkosten nachhaltig zu sparen. Wenn Sie diese Richtlinien in die Praxis umsetzen, werden Sie den Unterschied sicherlich bei Ihrer nächsten Rechnung erkennen. Denn es ist auch möglich, dass Sie Ihr Haus heizen, ohne den Thermostat auf “Maximum” zu stellen und dabei keine Lebensqualität verlieren.

10 Tipps, wie Sie Heizungskosten sparen können

Beachten Sie diese zehn Tipps und wenden Sie sie an.

1. Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand Ihrer Heizkörper
Heizkörper sind eines der am weitesten verbreiteten Heizsysteme der Welt. Daher ist es wichtig, dass sie ordnungsgemäß gewartet werden, wenn wir Heizkosten sparen möchten. Stellen Sie sicher, dass Sie die Heizkörper regelmäßig reinigen und entlüften, bevor Sie sie im Herbst wieder nutzen. Überprüfen Sie, ob die Ventile funktionieren, und räumen Sie diese frei. Alles was die Heizkörper abdeckt, (z.B. feuchte Kleidung oder Möbel) reduziert die Heizleistung! Also weg mit allem was diese abdeckt, um 100% der erzeugten Wärme nutzen zu können.

Eine alte Heizung

Eine alte Heizung erfüllt kaum die Norm und kennt keinen Sparbetrieb

2. Tauschen Sie Ihren Kessel gegen einen verbrauchsarmen aus
Sprechen Sie mit Ihrem Schorsteinfeger über die Effizienz ihrer Gastherme. Vielleicht ist es an der Zeit ist, Ihre Gasheizung zu erneuern? Ziehen Sie die Möglichkeit in Betracht, dies mit einer neuen statt gebrauchten Gasheizung zu tun. Obwohl sie eine größere Investition ist, lohnt es sich auf lange Sicht, den Verbrauch und somit die laufenden Kosten zu reduzieren.

3. Halten Sie eine geeignete Temperatur ein
Höhere Temperaturen in der Wohnung verursachen zusätzliche Kosten. Während sich manche Menschen schon bei 20 Grad wohl fühlen, brauchen andere vielleicht 23 Grad Celsius in der Wohnung. Jedes Grad macht sich auf der Rechnung bemerkbar und verursacht ca 6% mehr Energie! Wenn Sie beispielsweise in einem 150-Quadratmeter-Einfamilienhaus die Heizleistung nur um ein Grad senken, sparen Sie rund 115 Euro Gaskosten.

❗️ Achtung: Die empfohlene Temperatur für den Wohnbereich beträgt 21 Grad. Stellen Sie Ihre Heizung aber auf einen programmierbaren Thermostat um und stellen Sie die Temperaturen ein, so sparen Sie durch eine wirtschaftliche Programmierung des Thermostat schon zwischen 8% und 13% bei Ihren Heizkosten.

4. Überprüfen Sie die Isolierung Ihrer Fenster
Alte Fenster können zu einem hohen Wärmeverlust eines Hauses werden. Eine Lösung für dieses Problem besteht darin, die Fenster zu isolieren, um das Eindringen von Kälte zu verhindern. Besser noch ist es Fenster mit Einfachverglasung ganz auszutauschen. Bei Altbauten können auch Risse entstehen, die man mit einer Kerze oder Räucherstäbchen schnell finden kann um Zugluft schnell zu entdecken. In wenigen Minuten haben Sie Lücken geschlossen, die am Jahresende für satte Rechnungen verantwortlich sein können.

5. Wartung und Reinigung der Therme und Einstellungen überprüfen
Dies ist eine Aufgabe, die Sie regelmäßig ausführen sollten. Eine gute Wartung ist wichtig, um Heizkosten zu sparen, die Lebensdauer der Heizung zu verlängern und künftig größere Probleme zu vermeiden. So kann die verschmutzte Brennkammer einer Gasheizung (Partikel können durch den Abluftschacht eintreten) die Heizleistung bei gleichem Gasverbrauch verringern. Die regelmäßige Wartung erhöht die Effizienz und verbessert Brennwert.

Zudem sollte die Warmwasser-Aufbereitung nicht unnötig hoch eingestellt sein. Diese genügt auf einer Temperatur zwischen 40º und 55º. Zudem sollte man im Sommer die Wassertemperatur entsprechend der Außentemperatur anpassen. Selten möchte man z.B. im Sommer eine heiße Dusche, trotzdem wird das Warmwasser immer auf dieser Temperatur gehalten, wenn man dies nicht anpasst.

6. Programmierbare Thermostate nutzen
Die meisten Menschen pendeln täglich zum Arbeitsplatz und zurück. Wenn die Erwachsenen arbeiten und die Kinder in der Schule sind, kann man mit einem programmierbaren Heizungsthermostat der Heizung in der Abwesenheit (und in der Nacht) eine Pause gönnen.

Es rentiert sich nicht Weise, die Heizung den ganzen Tag eingeschaltet zu lassen. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Zündung Ihrer Heizung so zu programmieren, dass sie ungefähr eine Stunde vor Ihrer Ankunft Zuhause wieder anspringt und für die Ankunft eine angenehme Temperatur schaffen kann.

Dazu kommt, dass wenn an den Heizkörpern auch herkömmliche Thermostate verwendet werden, muss die Heizkörper immer wieder von Hand heraufdrehen oder drosseln. Bei programmierbaren Heizkörper-Thermostaten dagegen können die Heizzeiten vorab individuell und aufs Grad genau eingestellt werden.

💡 Gut zu wissen: So ist eine sehr effiziente Heizungssteuerung im ganze Haus möglich, die sich schon bald durch die Einsparungen selbst bezahlt hat.

7. Decken Sie keine Fußbodenheizung mit Teppichen oder Badematten ab
Ein ziemlich häufiger Fehler besteht darin, kleine Badematten im Badezimmer auf dem Boden zu legen. Diese kann man besser über die Badewanne hängen und bei Bedarf auslegen, da diese den Heizwert einer Fußbodenheizung reduzieren. Es gibt fußbodenheizungsgeeignete Teppiche und Badematten, hier sollte man beim Kauf darauf achten. Diese führen sonst ebenfalls zu einem Anstieg des Verbrauchs, wodurch die Rechnung weiter in die Höhe schnellen kann.

8. Heizen Sie keine leeren Räume
Wenn Sie Räume haben, die Sie nicht viel nutzen, schalten Sie am besten die Heizkörper auf 1 oder Frostschutz. Keller, Sportzimmer oder Lagerräume werden oft unnötig geheizt. Dies ist ein unnötiger Energieaufwand, mit dem Sie keine Kosten einsparen.

9. Schalten Sie die Heizung nachts aus
Es wird nicht empfohlen, die Hitze nachts eingeschaltet zu halten, es sei denn, Sie befinden sich in einer sehr kalten Umgebung. Wenn Sie die Heizungsanlage während Ihrer Schlafstunden ausschalten, reduzieren Sie Ihre Kosten erheblich. Bei der Verwendung eines programmierbaren Thermostats kann die Heizung ab 21:00 Uhr die Temperatur wirtschaftlich auf etwa 14 bis 16 Grad senken, um den Komfort aufrechtzuerhalten, aber den Verbrauch zu senken. Wenn das Schlafzimmer außerhalb der Nacht selten genutzt wird, reicht auch eine dauerhafte Heizleistung von 16 Grad.

10. Lüften Sie Ihr Haus 3- bis 4-mal am Tag
Die Belüftung Ihres Hauses ist notwendig, damit die stundenlang konzentrierte Luft regeneriert wird und unerwünschte Luftfeuchtigkeit vermieden wird. Sie sollten 3- bis 4-mal täglich lüften. Stoßlüften bedeutet die Fenster kurz komplett zu öffnen statt der dauerhaft gekippten Fenster, die viel Heizenergie vergeuden.

Ein Tipp: Nutzen Sie die sonnigste Tageszeit um die Fenster zu öffnen. 15 Minuten pro Zimmer reichen aus. Im Winter reichen fünf Minuten aus.